20.05.2026: WPKS-Webinar "Dekarbonisierung des Gebäudebestands"

Präsentation und Austausch zu zwei von der WPKS beauftragten Studien

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Im Gebäudebestand liegen große Potenziale zur Dekarbonisierung des Gebäudebereichs, da Sanierungen in der Regel ressourcen- und emissionsärmer sind als Neubauten. Die Wissenschaftsplattform Klimaschutz hat eine Studie und ein rechtswissenschaftliches Gutachten beauftragt, um Forschungslücken in diesem Themenfeld zu schließen. Die vorläufigen Ergebnisse der Auftragsstudien wurden bei einem Webinar am 20.05.2026 präsentiert und mit den Teilnehmenden diskutiert. Die Veröffentlichung der Auftragsstudien ist im Juni 2026 geplant.

1.) Auftragsstudie zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands - Energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle, Wechsel zu klimaneutraler Wärmeversorgung und Auswirkungen auf das Energiesystem

In Deutschland liegt der größte Hebel zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors aufgrund der Baualtersstruktur und geringer Neubautätigkeit im Gebäudebestand und dort insbesondere in der energetischen Sanierung der Gebäudehülle und einem Wechsel zu klimaneutraler Wärmetechnik. Die Wissenschaftsplattform Klimaschutz hat deshalb eine Studie beauftragt, die analysiert, mit welchen Instrumenten die Dekarbonisierung des Gebäudebestands in Deutschland kosteneffizient umgesetzt und gleichzeitig beschleunigt werden kann.

Ausgeführt wurde die Studie von Dr. Jan Steinbach, Jana Deurer Oppen, Johannes Haller und Jan Kellershohn vom IREES Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien. Die Autor:innen stellten ihre Studienergebnisse am 20.05. vor und diskutierten sie mit den Teilnehmenden.

Sobald die Auftragsstudie veröffentlicht ist, wird sie an dieser Stelle verlinkt.

Vorab können Sie die Präsentationsfolien von Dr. Steinbach et al. hier herunterladen.

2.) Beauftragtes Rechtsgutachten zur Dekarbonisierung des Gebäudebestands – Analyse des geltenden rechtlichen Instrumentariums zur Gebäudesanierung, Vergleich zu dänischen Maßnahmen und Vorschläge de lege ferenda

Auch das Rechtsgutachten wurde beauftragt, um zu untersuchen, wie und mit welchen politischen Instrumenten die Dekarbonisierung des Gebäudebestands in Deutschland beschleunigt werden kann. Dazu analysierten die Auftragnehmer:innen die bisherigen rechtlichen Steuerungsinstrumente für die Erreichung der Klimaziele, insbesondere der Klimaneutralität, im Gebäudebestand in Deutschland und ermittelten basierend darauf mögliche Hemmnisse. Teil des Gutachtens ist zudem ein rechtswissenschaftlicher Vergleich mit dem dänischen Modell.

Ausgeführt wurde die Studie von Prof. Dr. Daniela Winkler, Dr. Marc Zeccola und Kornelius Löffler von der Universität Stuttgart. Die Autor:innen stellten ihre Studienergebnisse ebenfalls am 20.05. vor und diskutierten sie mit den Teilnehmenden.

Sobald das beauftragte Rechtsgutachten veröffentlicht ist, wird es an dieser Stelle verlinkt.

Vorab können Sie die Präsentationsfolien von Prof. Dr. Winkler et al. hier herunterladen.

Die Mitglieder der Wissenschaftsplattform Klimaschutz danken den Vortragenden sowie den Teilnehmenden, die mit ihren Fragen und Kommentaren zu einem intensiven, fachlich bereichernden Austausch beigetragen haben.