Im Vergleich zu der Vermeidung von Emissionen ist die Anpassung an den Klimawandel bisher weniger im Fokus politischer und wissenschaftlicher Arbeit. Das deutsche Klimaanpassungsgesetz und die Klimaanpassungsstrategie liefern zwar einen ersten rechtlichen Anhaltspunkt, müssen aber weiter konkretisiert werden und in die Umsetzung gelangen. Dies umfasst sowohl Fragen der Verantwortungsübernahme verschiedener staatlicher Institutionen einerseits und privater Haushalte und Unternehmen andererseits als auch Fragen der Planung und Finanzierung. Inhaltlich koordiniert wird das Teilprojekt durch das Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen des ifo Instituts unter der Leitung von Prof. Dr. Karen Pittel.
Die Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS) ist ein unabhängiges, interdisziplinär zusammengesetztes Gremium aus Expertinnen und Experten. Sie stellt Expertise zur Umsetzung und Weiterentwicklung der deutschen Langfriststrategie zum Klimaschutz bereit.
Die Plattform arbeitet interdisziplinär und nimmt eine übergreifende, systemische Perspektive auf klimapolitische Fragestellungen ein. Bereits in der ersten Arbeitsphase (2019–2023) leistete sie wichtige Beiträge zur wissenschaftlichen Begleitung der Transformation. In der zweiten Arbeitsperiode (2024–2027) wird diese Arbeit fortgeführt und thematisch vertieft.
In vier Themenbereichen generiert die Wissenschaftsplattform Klimaschutz relevantes Wissen für eine mittel- und langfristige klimaschutz- und klimaanpassungsbezogene Forschungsperspektive. Außerdem zeigt sie politischen Entscheidungsträger:innen Handlungsoptionen auf. Die Beratung soll bei der mittelfristigen Planung der Bundesregierung, insbesondere der Fortentwicklung des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung bis 2030 und der langfristigen Planung und damit der grundlegenden Überarbeitung des Klimaschutzplans 2050, berücksichtigt werden.
Ziel der Wissenschaftsplattform Klimaschutz ist es, durch wissenschaftliche Analysen und interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Erreichung der Klimaziele sowie zur langfristigen Transformation hin zur Klimaneutralität in Deutschland beizutragen.
Im Rahmen von vier für die Mittel- und Langfristperspektive in der Klimaforschung und -politik besonders relevanten Arbeitspaketen wird der Begleitprozess fokussiert und vertieft. Die Arbeitspakete werden jeweils von einem der vier Verbundpartner:innen – dem Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen am ifo Institut und dem Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) – angeleitet und interdisziplinär bearbeitet.
Durch die wissenschaftliche Expertise und die Vernetzung der Lenkungskreismitglieder werden Forschungs- und Politikempfehlungen für wirksame und vorausschauende Reaktionen auf den fortschreitenden Klimawandel entwickelt und durch Ressort- und Fachgespräche, Auftragsstudien, Gutachten und Politikpapiere in den politischen Prozess eingebracht.









