Studie des MCC&PIK: „CO2-Entnahmen: Notwendigkeit und Regulierungsoptionen“

Die Studie des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) im Auftrag der WPKS untersucht die Notwendigkeit von und Regulierungsoptionen für CO2-Entnahmen.

Abgeerntetes Feld im Herbst, darüber blauer Himmel

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Download der Studie zu CO2-Entnahmen (PDF)

Negativemissionen spielen in vielen Szenarien für das Erreichen des Klimaneutralitätsziels eine wichtige Rolle.  CO2-Entnahmen werden aus zwei Gründen benötigt, die beide auch im Bundes-Klimaschutzgesetz verankert sind. Erstens zur Kompensation von nicht vermeidbaren Restemissionen (in diesem Sinne ist das Ziel der Netto-Treibhausgasneutralität bis 2045 im Klimaschutzgesetz zu verstehen). Zweitens, um langfristig Netto-Negativemissionen zu erreichen, in Deutschland ist das für die Jahre nach 2050 angestrebt.

Die Studie des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) im Auftrag der Wissenschaftsplattform Klimaschutz zeigt, dass zeitnah die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um den angestrebten Beitrag von CO2-Entnahmen zum Erreichen der Klimaschutzziele zu ermöglichen – und dass dabei stärker als bisher auch technologische Optionen zur CO2-Entnahme in den Blick genommen werden müssen.

Zwar wird der weitaus größere Teil der CO2-Entnahmen erst in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts gebraucht. Der entscheidende Zeitraum für die Einführung liegt aber zwischen 2030 und 2050. Mit Blick auf diese Zeiträume gebe es eine substantielle Innovationslücke bei Entwicklung und Ausbau von CO2- Entnahmetechnologien, erklärt die Hauptautorin der Studie, Sabine Fuss.

Für die Förderung und Regulierung verschiedenen CO2-Entnahme-Optionen untersucht die Studie die Wirksamkeit existierender oder in der Diskussion befindlicher Politikinstrumente, und schlägt ein Phasenmodell für die Governance von CO2-Entnahmen vor.

Die Entwicklung einer Strategie und politischer Rahmenbedingungen für die Förderung negativer Emissionen wird auch ein Thema des ersten Jahresgutachtens der Wissenschaftsplattform Klimaschutz sein, das am 18. Februar 2022 veröffentlicht wird.